Das L46-Zebraharnischwels-Forum

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 Betreff des Beitrags: Re: Preis
BeitragVerfasst: Mi 30 Jan , 2013 19:51 
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L46-Ei

Registriert: Mi 30 Jan , 2013 14:08
Beiträge: 5
Hallo

Solange es so Menschen gibt wie mich, wird es auch den Wildfang geben. Ich habe da eine andere Vorstellung und Meinung zu, bin aber glaube ich deswegen kein schlechter Mensch :-). Wildfänge haben das gewisse etwas. Nicht weil diese teuer sind oder man damit angeben will. Die Tiere sind vom Verhalten her komplett anders als gezüchtete Tiere. Die Instinkte die diese Tiere selbst nach mehreren Jahren noch im Aquarium vorzeigen sind einfach unbeschreiblich. Das ist ein Grund warum ich Fische überhaupt halte. Daher war es mir damals egal hohe Preise für solch einen Genuss der Beobachtung zu bezahlen.

gruß
Sascha


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 Betreff des Beitrags: Re: Preis
BeitragVerfasst: Mi 30 Jan , 2013 20:40 
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l46-Baby
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Registriert: So 20 Jan , 2013 19:45
Beiträge: 49
Wohnort: Oberursel
Hi,
ich bin der Meinung das nicht der Preis für die Ausbeutung der natürlichen Habitate des Welses verantwortlich gemacht werden kann, sondern ganz allein der Aquarianer der sich immer noch dazu hinreissen lässt Wildfänge zu kaufen und zwar egal zu welchem Preis.
Internet macht es doch möglich Züchter und Halter von NZ zu kontaktieren.
Das Beispiel von Guppy und Neon macht es doch deutlich, je billiger ein Fisch zu haben ist umso verantwortungsloser wird mit ihm umgegangen.
Einen " billigen Fisch" können sich alle leisten, also erreiche ich nur Gewinn über die Masse.
Laß dies unserem Welschen erspart bleiben.

_________________
Viele Grüße Maja


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 Betreff des Beitrags: Re: Preis
BeitragVerfasst: Mi 30 Jan , 2013 20:56 
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L46- Halbstarker

Registriert: So 16 Mai , 2010 19:32
Beiträge: 189
hallo...

der Preis spielt eine Rolle, da gibt es nichts daran zu zweifeln.
Wie selten so ein Tier, eine Ware, oder ein Rohstoff ist kommt noch dazu...
aber deshlab habe ich auch geschrieben, das ich nicht weiss, ob der Bedarf
dir NZ gedeckt werden kann.

Jedenfalls kann dieser Wels NIEMALS so billig wie ein Guppy werden,
darüber braucht man keinen Gedanken verlieren.

BTW: Wer glaubt nur weil ein Lebewesen billig ist, kann man mit dem Leben
spielen, wie mit einem wertlosen toten Gegenstand,
der hat sein Hobby sowieso verfehlt und sollte Sport treiben, zb.

Wenn der Wels in einer NZ bei der üblichen Grösse 30€ kosten würde,
dann käme auch bei diesem niedrigen Preis keiner auf die Idee nur mal eben
so auf die schnelle so einen Wels zu kaufen, zb. für das Goldfischglas zuhause
oder noch schlimmeres...

ABER wäre das schon die Hälfte des sonst üblichen Preises.


Mir ist auch aufgefallen (vielleicht bilde ich mir das ein...),
dass jetzt, wo der Fisch in D bei den Aquarianern angekommen ist und NZ
gar nicht so selten gelingen, dass seither der Preis sogar gestiegen ist - merkwürdig... :shock:

Ich kann mich noch erinnern, wie günstig die damaligen WF gewesen sind,
wesnlich günstiger als heute - aber trotzdem natürlich eingermassen teuer, eben nicht so
günstig wie ein Guppy.

Guppy ein schöner Fisch, aber leicht zuvermehren und deshlab so günstig im Preis.

Ich mache hier niemanden einen Vorwurf
ich habe hier zu diesem Thema meine Meinung mitteilen wollen - that's it!


Ich grüsse euch! :winkie

_________________
Micha's Aqua-Filmchen auf Ytube


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 Betreff des Beitrags: Re: Preis
BeitragVerfasst: Do 31 Jan , 2013 09:51 
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L46-Adult

Registriert: Sa 25 Feb , 2006 22:40
Beiträge: 280
Wohnort: Monschau
Hallo Micha,
ist doch gut, dass du deine Meinung hier abgibst.
Ist doch ne interessante Disskussion, auch wenn es sie immer wieder gibt und man nie zu einem eindeutigen Ergebnis kommen kann.

Ich habe früher auch immer nur blind über WF gemeckert. Egal welcher Art.

Natürlich ist der Transport für die Tiere Stress und einige von ihnen überleben es leider auch nicht, aber wenn man die Augen nicht verschließt, wird man sehen, dass auch bei der Zucht viele Tiere auf der Strecke bleiben. Sei es durch reine Fehler bei der Aufzucht oder bei der Auslese der "guten" und "schlechten" Tiere. Ich möchte nicht wissen, wieviele z.B. Diskusnachzuchten abgetötet werden, nur weil sie eine kleine Deformation haben, die schlecht verkauft oder gar vermehrt werden kann und sich daher die komplette Aufzucht für einen professionellen Züchter nicht lohnt. Den abgetöteten Tieren wäre manch Deformation egal gewesen und es hätte sicher auch gern weitergelebt.

Und natürlich werden Tiere der Natur entnommen, aber ob das jetzt direkt eine Ausbeutung ist, sei dahingestellt.
Die Menschen in den Heimatgebieten unserer Welse haben wenig Geld und kaum Möglichkeiten das zu ändern. Wenn sie ne Möglichkeit sehen, werden sie die nutzen und dabei die Natur notfalls ignorieren, weil sie einfach selber für sich und ihre Familien erst mal was zu essen brauchen. Wenn dafür täglich riesige Mengen Wald abgebrannt werden, ist ihnen das auf kurze Sicht egal.
Wenn sie nun aber vom Fischfang und einer funktionierenden Umwelt leben, dann werden sie schon eher drauf achten, da nicht alles zu kaputt zu machen.
Wird nicht immer und auf alle zutreffen, aber ist mit Sicherheit auch nicht vor der Hand zu weisen!

Aus den genannten Gründen bin ich persönlich davon ab, Wf grundsätzlich zu verteufeln.

_________________
Gruß
der Dennis


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 Betreff des Beitrags: Re: Preis
BeitragVerfasst: Do 31 Jan , 2013 11:33 
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L46-Jungfisch

Registriert: Mo 28 Feb , 2005 00:06
Beiträge: 100
Hallo zusammen,

ich bin nicht der Meinung, dass man L46 (oder andere teuere Fische) deutlich unter Markwert verkaufen sollte. Das zieht nur Wiederverkäufer an, die daraus Profit schlagen wollen.

Ca. 60 € für einen 3,5 cm L46 halte ich z.Zt. für einen fairen Preis.

PS: ich glaube nicht, dass es unterschiedliche Preise für WF-F1 / andere Nz. gibt / geben sollte.

Gruß,
Robert


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 Betreff des Beitrags: Re: Preis
BeitragVerfasst: Do 31 Jan , 2013 12:23 
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l46-Baby
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Registriert: So 20 Jan , 2013 19:45
Beiträge: 49
Wohnort: Oberursel
Hi, ich finde die Diskussion sehr spannend.
Einen Aspekt , möchte ich auch noch in den Raum stellen.
WF tragen oft Parasiten und Krankheitserreger mit in die heimischen Stuben, nicht jeder Händler macht aus Provitsucht teure Behandlungen, bevor er den Fisch an den Nächsten weiterverkauft.
Der Markt ( Angebot und Nachfrage ) regelt den Preis, das war schon immer so.
Mir als langfristiger Halter ( Züchter ) liegt es aber sehr am Herzen gesunde Tiere zu erhalten und auch weiterzugeben.
Dann bin ich auch gerne bereit 5 Euro mehr auszugeben, als jetzt der Markt vorgibt, wenn ich weiß das Tier ist jetzt gesund.
Sicher sind all unsere Pfleglinge irgendwann mal aus der Natur entnommen worden,
das muß aber nicht immer so weitergehen, wenn genug Bestände durch NZ da sind.
Am Beispiel meiner Cherax kann ich sagen, daß ein im Becken geborener Krebs viel mehr Aktionen zeigt als ein WF, der sich nur versteckt.

_________________
Viele Grüße Maja


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 Betreff des Beitrags: Re: Preis
BeitragVerfasst: Do 31 Jan , 2013 15:01 
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L46-Ei

Registriert: Mi 30 Jan , 2013 14:08
Beiträge: 5
Hallo Maja,

die Diskussion ist auch spannend. Ich könnte die Tag und Nacht führen weil jeder hat eine eigene Meinung zum Thema Wildfänge. Ich stehe voll und ganz hinter dem Wildfang von Fischen, aber auch nur wenn es nach Bestellung geht. Es nützt nichts, wenn ein Importeur 1-2 Monate auf den Tieren sitzen bleibt und die Tiere wie in jeder Zoohandlung ihr Leben in den kleinen Glasbauten verbringen müssen. Wenn ich mir die Gezüchteten Diskusfische in den Zoohandlungen anschaue, kriege ich teilweise blanken Hass. Da wird eine Massenzucht gestartet wo manchmal keine Nachfrage ist. Somit werden die Scheiben in den Miniaquarien immer dünner bis diese einfach in den Müll geworfen werden weil keiner den dünnen Hecht sich kaufen möchte. Bis ich meine Wildfänge endlich in meinem Becken bewundern durfte ist ein halbes Jahr vergangen. Wo ich die bei meinem WF-Händler abgeholt habe, fand ich dort einen Wels total interessant und wollte den eigentlich gerade mit kaufen. "Leider" ist das meiste reserviert gewesen für Personen die eine Bestellungen aufgegeben haben so wie ich. Die Tiere bei Ihm sind nicht lange dort, weil entweder Vorbestellungen vorhanden sind oder einfach schnell ein Käufer gefunden wird.

Bei NZ ist das teilweise nicht der Fall. Da dort in massen Fische gezüchtet werden, kommen mehr Fische in den Mülleimer als bei Wildfang. Natürlich ist irgendwann auch mal schluss mit dem Wildfang wenn es keine Wildfänge mehr gibt. Aber daran ist nicht der Exporteur schuld sondern andere Menschen, die die Natur zerstören.

Und ich finde hohen Preise, gehen in die richtige Richtung. Im moment liegen die Preise für 5-7 cm Tiere bei 180-250 €. Ich hatte damals 150€ pro Stück bezahlt. Gibt es noch mehr so "freaks" wie mich, die solche Summen zahlen? Es zahlen nur solche Leute diesen Preis, die sich intensiv mit dem Thema Aquaristik beschäftigen und es sich natürlich leisten können (Bitte diesen Teil nicht falsch verstehen).
Ich glaube nicht, dass jemand, der einfach mal ein paar Fische haben möchte solche Preise zahlt. Somit ist die Nachfrage bei Wildfang eigentlich nicht so hoch. Deswegen ist aber der Preis bei WF deutlich höher. Wenn der Preis für L46 für Nachzuchten sinkt, sinkt nicht der Preis für die Wildfänge, sondern eher die Nachfrage. Das ist ja nicht schlecht! Aber trotzdem wird es Menschen wie mich geben, die nur Wildfänge haben möchten. Wildfänge sind vom Verhalten eben natürlich. Das macht es doch aus, warum man sich Fische holt (Meine Meinung). Natürlich hat es auch eine Rolle gespielt, gerade bei den Diskusfischen, welche Farben die Tiere haben. Die ganzen Gummibärchennachzuchten finde ich viel schlimmer als jeder Fisch der aus seiner natürlichen Umgebung gerissen wird. Da werden die schwarzen Streifen weg gezüchtet nur damit der Fisch eine komplett einheitliche Farbe hat. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Aber ich akzeptiere es gleichzeitig das andere Menschen eben so ein Geschmack haben. Sonst würden die Fische ja nicht gezüchtet ;-).

Natürlich habe ich meinen Wildfängen die Freiheit geklaut. Aber ich glaube keiner von denen hätte in der freien Wildbahn länger überlebt als die es bei mir tun ;-). Ich habe mein Becken auch komplett nach deren Bedürfnissen aufgebaut.
In den Jahren, in denen ich nun Wildfänge habe, hatte ich noch nie! ein Problem mit der Gesundheit meiner Tiere. Alle Leben immernoch, selbst die Diskusfische fressen einem schon aus der Hand, und manchmal wollen die auch gerne meinen Finger essen.
1000l ist zwar nun nicht viel, aber wenn ich mit dem Studium fertig bin und arbeiten darf, dürfen meine Wildfänge in ein 2000-3000-4000l Becken umziehen ;-)

Sorry für den langen Beitrag

Gruß
Sascha


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